Umweltanalytik (Projekt AnDiPOC)

Portables Modul zur Anreicherung und Lebend/Tot Differenzierung von Bakterien für die Point-of-Care Diagnostik von Wasserproben

Ziel des Verbundprojekts AnDiPOC ist die Entwicklung eines mobilen, dezentral einsetzbaren Anreicherungsmoduls für die molekulare Vor-Ort-Diagnostik (= Point-of-Care-Testing, POCT). Mit Hilfe des POCT werden pathogene Bakterien in natürlichen und industriellen Wasserproben schnell und sensitiv nachgewiesen. Das innovative System vereint eine automatische Bakterienanreicherung und eine molekulare Lebend-Tot-Differenzierung (Unterdrückung des Nachweises toter Zellen).

Bisheriger Stand der Technik ist der Kulturnachweis von z.B. Legionellen, mit den Nachteilen der langen Analysedauer (bis zu 10 Tage) und der Gefahr falsch negativer Ergebnisse durch die Nicht-Erfassung von lebenden Bakterien im nicht-kultivierbaren Zustand (VBNC). Mit der hier vorgestellten Innovation wird eine wesentliche Akzeptanzhürde molekularer Diagnostik aufgehoben, da eine bisherige Quelle falsch positiver Nachweise durch die Unterdrückung des Nachweises toter Zellen ausgeschlossen wird. Gleichzeitig werden die Nachteile kulturbasierter Verfahren vermieden, da die Analysedauer nur ca. 1 Stunde beträgt und VBNC-Zellen erfasst werden.
Damit können Infektionsschutzmaßnahmen vor Ort unverzüglich eingeleitet werden.

Das Verbundprojekt (2016-2019) wird im Rahmen des Zentralen Innovationsprogramms Mittelstand (ZIM) vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert.

Partner

  • Carpegen GmbH
  • Mikrobiologisches Labor Dr. Michael Lohmeyer GmbH
  • Institut für Hygiene, Universitätsklinikum Münster