01. März 2015

Neue Studie vergleicht Parodontitis-Erreger-Tests

Parodontitis-Keime lassen sich mit der Real-Time-PCR von Carpegen besser erkennen als mit anderen mikrobiologischen Tests. Die Testergebnisse sind sensitiver und zuverlässiger, das heißt besser reproduzierbar. Zu diesem Ergebnis kommt eine Vergleichsstudie von Dr. Martin Untch an der Steinbeis-Hochschule Berlin in Zusammenarbeit mit der Deutschen Gesellschaft für Parodontologie, die jetzt in der Zeitschrift Clinical Oral Investigations erscheint.

 

In der Studie werden die von vielen Zahnärzten genutzten Testkits der drei Marktführer der parodontalen Markerkeimdiagnostik geprüft und miteinander verglichen. Die höchste Keimdetektionsrate, Sensitivität und Zuverlässigkeit der untersuchten Testkits wies dabei die Real-Time-PCR von Carpegen auf.

Die drei Hersteller der Testkits Carpegen (Real-Time-PCR-Test), Hain (konventioneller PCR-Test) und IAI (RNA-Hybridisierungsverfahren) waren an der Studie weder beteiligt noch über die Planung und Durchführung informiert.

„Die Intra-Test-Reproduzierbarkeit der qualitativen Analysen identischer Plaque-Proben war nur bei Carpegen® Perio Diagnostik perfekt", urteilt Studienautor Dr. Martin Untch. Mehrfache Tests derselben Probe lieferten also identische Ergebnisse. Das ist keine Selbstverständlichkeit: Der konventionelle PCR-Test lieferte zwar deutlich bessere Werte bei der Reproduzierbarkeit der Ergebnisse als das RNA-Hybridisierungsverfahren, aber die Wiederholungstests führten bei beiden Tests zu signifikant unterschiedlichen Ergebnissen, die zum Teil auch therapierelevant waren. Deutliche Abweichungen zwischen den Tests zeigten sich auch bei der Sensitivität bezüglich des sehr stark pathogenen Bakteriums Aggregatibacter actinomycetemcomitans: Im Gegensatz zu den anderen beiden Tests konnte das RNA-Hybridisierungsverfahren den Keim in keiner Probe aufspüren.

Für die Studie waren bei 20 Parodontitispatienten jeweils mehrere Plaqueproben entnommen, gepoolt und homogenisiert worden. Jede Probe wurde zur Hälfte direkt mit den Testkits der drei Hersteller analysiert. Um die Reproduzierbarkeit der Ergebnisse zu prüfen, wurde die zweite Hälfte jeder Probe zwei Wochen konserviert und erst dann analysiert. Betrachtet wurden dabei die Testergebnisse für die Parodontitis-Keime Aggregatibacter actinomycetemcomitans, Porphyromonas gingivalis, Tannerella forsythia und Treponema denticola. Weitere therapierelevante Ergebnisse, etwa der Anteil pathogener Bakterien an der Gesamtkeimzahl, wurden nicht untersucht, da diese Daten von dem konventionellen PCR-Test nicht ausgewertet werden.

recall Das Praxisteam - Magazin, März 2015