09. Februar 2016

Leitmarkt-Projekt für Carpegen

09.02.2016 - Die Carpegen GmbH in Münster erhält zusammen mit weiteren Projektpartnern rund 3,5 Mio. Euro aus NRW-Landesmitteln. Damit wird die Entwicklung einer schnellen Erregerdiagnostik gefördert. 

Insgesamt hat das Land Nordrhein-Westfalen im Rahmen seines Leitmarktwettbewerbs LifeSciences.NRW 19,3 Mio. Euro Fördermittel an zehn Projekte ausgeschüttet. Das Verbundprojekt Pathosept, an dem auch die Carpegen GmbH in Münster beteiligt ist, hat ein Volumen von rund 3,5 Mio. Euro.

Koordiniert wird Pathosept durch das Fraunhofer-Institut für Angewandte Informationstechnik FIT, St. Augustin.  Zudem sind noch das Altenberger Unternehmen Jüke Systemtechnik GmbH, die rheinische Merlin Diagnostika GmbH sowie die Unikliniken Aachen und Bonn beteiligt. Gemeinsam wollen die Projektpartner ein diagnostisches Komplettsystem entwickeln, mit dem therapieresistente Erreger lebensbedrohlicher Infektionen sehr schnell und damit lebensrettend identifiziert werden können. „Das PathoSept-Projekt zielt auf ein enormes gesundheitliches Problem und einen sehr großen Marktbedarf“, so Dr. Antje Rötger, Geschäftsführerin der Carpegen GmbH. „Allein an der Sepsis versterben in Deutschland jährlich mehr als 56.000 Menschen. Diese hohe Mortalitätsrate ist dabei vor allem in der langen Zeitspanne bis zur eindeutigen Diagnose begründet.“

Bei den im Mai 2016 beginnenden Forschungsarbeiten übernimmt Carpegen die Entwicklung der hochsensitiven molekularbiologischen Nachweissysteme zur kulturunabhängigen Erregerdiagnostik, während das Fraunhofer-Institut FIT zusammen mit den anderen Partnern eine schnelle, software-unterstützte Resistenzdiagnostik sowie neue Verfahren zur Separation der Erreger aus klinischen Materialien entwickeln wird. Durch die frühe Einbindung klinischer Partner soll das System besonders nutzerfreundlich werden.

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Transkript, 9. Februar 2016